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Buchrezension: Thinking in Systems: A Primer von Donella H. Meadows

Das Buch Thinking in Systems: A Primer* von Donella H. Meadows gibt eine Einführung in das Systems Thinking.


Es zeigt, wie man reale oder abstrakte Gebilde als ein System beschreiben kann, in dem sich die einzelnen Komponenten gegenseitig beeinflussen können, sowie auch die Einflüsse von und auf andere Gebilde. Die Abbildung als System lässt sich dabei auf vielen verschiedenen Gebieten anwenden, wie z. B. Technik, Ökonomie, Biologie, etc.

Im ersten Teil des Buches zeigt die Autorin die grundlegenden Typen von Systemen. Sie zeigt die verzögernde Wirkung von Reservoiren/Inventar/Lagern/Vorräten auf und stellt verschiedene Rückkopplungstypen vor (stabilisierend, positiv und negativ verstärkend, unterschiedliche Anzahl von Reservoiren). Als Beispiele dient unter anderem der Klassiker einer Temperatursteuerung für ein Haus über einen Temperaturfühler, gekoppelt mit einer Heizung und einer Kühlung, als auch der Bestellzyklus bei einem Autohändler, der verkaufte Autos so ersetzen möchte, das…

Buchrezension: Your Best Just Got Better: Work Smarter, Think Bigger, Make More von Jason Womack

Jason Womack gibt in seinem 251 Seiten starken Buch Your Best Just Got Better: Work Smarter, Think Bigger, Make More* viele Anregungen, wie man die eigene Effektivität und Effizienz steigern kann.


Im ersten Teil des Buches geht es darum, “smarter” zu arbeiten. Der Autor zeigt den iterativen Charakter des Verbesserungsprozesses auf und benennt als die vier kritischen Elemente der Produktivität Zeit, Energie, Fokus und Werkzeuge. Er betont auch die Wichtigkeit, in angemessenem Tempo zu arbeiten und macht dies am Beispiel eines Langstreckenläufers deutlich, der seine Distanz nicht schafft, wenn er zwischendurch zu schnell läuft.
Im zweiten Teil des Buches geht es um die eigene “Wirksamkeit”, die Bedeutung des eigenen sozialen Netzwerks für die Verbesserung, das Nachhalten/Messen der eigenen Verbesserungsbemühungen und schließlich um den Sinn der eigenen Arbeit.
Der dritte Teil behandelt die Themen Verbesserung und Feedback, Fokus, Praxis. Das Buch schließt mit einer Zusammenfassung ab.
D…

Buchrezension: A Factory of One von Daniel Markovitz

Das Buch A Factory of One* von Dan Markovitz beschäftigt sich mit der praktischen Anwendung von Lean-Prinzipien und -techniken auf den eigenen Arbeitsplatz

Den Anfang macht dabei die wichtige Frage, was überhaupt die eigenen Arbeitsaufgaben sind. Diese werden anhand einer Customer Value Map dargestellt. Darauf aufbauend, führt der Autor dann die Begriffe der wertschöpfenden und nicht wertschöpfenden Tätigkeiten und – natürlich – der Verschwendung ein. Er erläutert die Bedeutung des Gemba, also den Ort, an dem die tatsächliche Arbeit geleistet wird, im Rahmen der Lean-Philosophie und gibt dem Wissensarbeiter gleich die Aufgabe, an seinem Gemba, üblicherweise dem Schreibtisch, seine Zeitverwendung zu protokollieren.

Im Anschluss wird das 5S-Konzept vorgestellt und sehr praxisnah auf einen Büro-Arbeitsplatz angewendet. Markovitz macht deutlich, dass es dabei nicht um das Aufräumen um des Aufräumens Willen geht, sondern dass 5S tiefergehende Ziele verfolgt.

Das nächste Kapitel widmet sich…

Das Serviceportfolio

Irgendwie muss ein IT Service Provider den Überblick darüber behalten, welche IT Services er anbietet, welche er angeboten hat und welche er zukünftig anbieten möchte. Dies ist nicht nur aus technischer Sicht wichtig, sondern auch aus kaufmännischer und strategischer.

In ITIL® gibt es zu diesem Zweck das Serviceportfolio, und das ist so definiert:
Das Serviceportfolio ist die Gesamtheit aller Services, die von einem Service Provider gemanagt werden. Es stellt die gesamten Verpflichtungen und alle Investitionen des Service Providers über alle Kunden und Markträume hinweg dar.Wie oben schon angedeutet, muss der IT Service Provider aus technischer Sicht den Überblick behalten. Welche IT-Systeme, Komponenten und Fähigkeiten benötigt er, um die gegenwärtig angebotenen Services zu erbringen? Wie kann er unter Berücksichtigung der vorhandenen IT-Infrastruktur und Fähigkeiten neue IT Services planen und einführen? Und welche Konsequenzen hat die Stilllegung von IT Services? Hat das vielleicht ‚…

Funktionen in ITIL

Die ‚eigentliche Arbeit‘ wird im ITIL® Framework durch spezialisierte Gruppen von Menschen erledigt, die als Funktionen bezeichnet werden.

Auch hierzu finden wir in den ITIL Lifecycle-Büchern wieder eine Definition:
Eine Funktion ist definiert als ein Team oder eine Gruppe von Personen und die Hilfsmittel und anderen Ressourcen, die eingesetzt werden, um einen oder mehrere Prozesse oder Aktivitäten durchzuführen.Das Framework kennt vier verschiedene Funktionen:
Service DeskDer Service Desk ist die Anlaufstelle für Anwender hinsichtlich Störungen, technischer Unterstützung und die meisten sonstigen Anliegen. Üblicherweise ist er als einzige Schnittstelle zum Anwender (Single Point of Contact, SPOC) vorgesehen.

Technical ManagementHier sitzen die technischen Spezialisten für die IT-Systeme, wie Server, Datenbanken, Netzwerke, Storage-Systeme, Desktop-Systeme, Telekommunikation, etc. Sie kümmern sich darum, dass die technische Infrastruktur läuft, haben aber auch noch weitere Aufgaben.

Applic…

Rollen in ITIL

ITIL® definiert eine Rolle als einen Satz von Verantwortlichkeiten, Aktivitäten und Kompetenzen, die einer Person oder einem Team zugewiesen sind. Eine Person oder ein Team kann dabei verschiedene Rollen gleichzeitig wahrnehmen.
ITIL definiert einige Standard-Rollen, wie Service OwnerProcess Owner und Process Manager, die für alle Services beziehungsweise Prozesse Anwendung finden. Darüber hinaus kennt das Framework noch zusätzliche Rollen, wie beispielsweise den Configuration Librarian. Eine Rolle wird dabei jeweils in einem Prozess oder einer Funktion definiert. Wichtig ist, dass Rollen keine Stellenbeschreibungen sind. Rollen kann man gut in Form einer RACI-Matrix darstellen.

Der Prozessbegriff von ITIL

Der Begriff Prozess wird heutzutage viel verwendet und wir haben oft eine unklare Vorstellung davon. Er hat aber eigentlich immer irgend etwas mit Veränderung zu tun, er ‚macht‘ etwas mit einer Sache, so dass sie danach ‚anders‘ ist.

In der IT Infrastructure Library (ITIL®) sind Prozesse von zentraler Bedeutung. In jedem der fünf ITIL Lifecycle-Bücher findet man dazu folgende Erklärung:
Ein Prozess ist ein strukturierter Satz an Aktivitäten, mit deren Hilfe ein bestimmtes Ziel erreicht werden soll. Ein Prozess wandelt einen oder mehrere definierte Inputs in definierte Outputs um.
Im Prinzip deckt sich die Definition von Prozessen in ITIL also mit der umgangssprachlichen Vorstellung. Jedoch deuten die Begriffe strukturiert, Ziel und definiert an, dass es sich nicht um Ad-hoc-Prozesse handelt, sondern diese wohl durchdacht und gut geplant sind.

Neben der Tatsache, dass sie zur Erreichung von spezifischen Ergebnissen designt werden, zeichnen sich Prozesse in ITIL auch dadurch aus, dass sie m…